Die richtige Strategie bei der Altersvorsorge ist entscheidend im Hinblick auf die Rendite und das erwirtschaftete Kapital. Dabei richtet sich die Strategie in erster Linie nach dem Alter der Person. In jungen Jahren ist eine risikofreudige Strategie durchaus zu empfehlen. Dabei ist dies nicht so zu verstehen, dass alles auf eine hochspekulative Karte gesetzt werden soll. Viel mehr muss die Sparleistung oder das einzusetzende Kapital mit unterschiedlichen Gewichtungen gestreut werden.
In jungem Alter sollte dabei das Anlagefeld mit höheren Chancen stärker gewichtet werden. Denn hier hat man die Möglichkeit Risiken einzugehen und Chancen zu nutzen. Natürlich ist dies keine generelle Empfehlung. Die eigene Anlagestrategie hängt immer von persönlichen Präferenzen ab. Die Erfahrungswerte zeigen, dass die Risiken im Zeitverlauf sich als äußerst lukrativ erweisen können.
Mit zunehmendem Alter sollte das Risiko immer mehr zurückgefahren werden. Vom spekulativen Vermögensaufbau geht es nun darum, das erwirtschaftete Vermögen weiter im gesunden Tempo aufzubauen und erhalten. Hier sollte die Verzinsung auf jeden Fall die Inflationsrate übersteigen, damit das Vermögen sich nicht entwertet. Weiterhin ist auf die so genannte Diversifikation der Risiken zu achten. Dies bedeutet, dass die Entwicklung der einzelnen Vermögenswerte im Hinblick auf das Risiko gegenläufig sein sollte: Damit soll erreicht werden, dass die möglichen Verluste durch die Gewinne in anderen Strategiefeldern aufgefangen werden. Als mögliche Diversifikationsklassen kommen Anlageformen wie Gold, Immobilien, festverzinsliche Wertpapiere verschiedener Emittenten, Aktien unterschiedlicher Branchen, Rentenversicherungen sowie Barvermögen in Frage.
Mit voranschreitendem Alter sollte auf den Liquiditätsgrad des Vermögens geachtet werden. Dies bedeutet, dass Vermögenswerte bei Bedarf relativ schnell und zum gewünschten Preis veräußert werden können. Geschlossene Fonds sollten beispielsweise in dieser Phase gemieden werden, da die Markttiefe für solche Papiere kaum gegeben ist. Ein Käufer wird sich auf die Schnelle nicht finden lassen. Das Vermögen sollte nun auch verwaltet werden. Riskante Spekulationen sollten nicht mehr eingegangen werden und wenn, dann nur im äußerst geringen Ausmaß. Das aufgebaute Vermögen sollte gesichert werden.
Im hohen Alter sollte das aufgebaute Vermögen dann uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Man sollte in dieser Phase die Früchte seiner Arbeit genießen. Das Vermögen sollte im ausreichenden Ausmaß in liquider Form zur Verfügung stehen. Besonders gut eignen sich hier Rentenversicherungen oder Modelle wie das Riester Programm. Hier erhält man monatlich den vertraglich vereinbarten Betrag, während das eingesetzte Kapital sich weiterhin verzinst. Auf diese Weise ist die totale Kapitalverzehrung verhindert. In späteren Lebensabschnitten sollten die Vorkehrungen zur weiteren Vermögensübertragung getroffen werden, die auch aus steuerlichen Aspekten gut durchplant werden sollte. |